Hinweise für das Verlegen

Hinweise für das Verlegen von Natursteinplatten und -fliesen
Hinweise für das Verlegen von Mosaiken


Hinweise für das Verlegen von Natursteinplatten und -fliesen


1. Allgemeines

Die Rückseiten der Platten und Fliesen müssen sauber sein. Untergründe müssen standfest, sauber, trocken und frei von Rissen sein. Betonuntergründe sollten mindestens 6 Monate alt sein. Ist mit aufsteigender oder eindringender Feuchtigkeit zu rechnen, dann ist abzudichten.

Bei Bodenbelägen auf Dämmschichten ist zunächst eine Lastverteilungsschicht (Estrich) in ausreichender Dicke aufzubringen. Zementestriche müssen mindestens 4 Wochen alt sein; Heizestriche sind vor dem Belegen durchzuheizen. Fugen sind mindestens 2 mm breit anzulegen und mit dünnflüssigem Mörtel aus Zement') und gewaschenem Feinsand im Mischungsverhältnis 1:2 nach Raumteilen zu schließen. Beläge mit bruchrauhen oder leicht angeschliffenen Oberflächen sind in nur kleinen Flächen auszufugen und sofort mit klarem Wasser restlos zu säubern. Große Flächen sind durch Dehnungsfugen zu unterteilen. Die Teilflächen sollen nicht größer als 40M2bzw. nicht länger als 8 m sein. Gebäudetrennfugen sind an gleicher Stelle zu übernehmen. Bei allen Boden- und Wandbelägen sind Randfugen erforderlich. Bei Durchführung der Arbeiten sollen die Temperaturen des Arbeitsbereiches und der Baustoffe nicht unter +5"C liegen.

2. Dünnbettverfahren

Es werden gleichmäßig dicke Solnhofener Natursteinplatten oder -fliesen ("Exklusiv") verwendet. Der Dünnbettmörtel muss für Marmor geeignet sein. Der Untergrund muss ausreichend eben sein. Der Dünnbettmörtel wird auf den Untergrund mit einer Glättkelle aufgetragen und aufgekämmt. Die Zahntiefe richtet sich nach dem Plattenformat. Auf die Rückseite der Platten und Fliesen wird eine dünne Kontaktschicht aus Dünnbettmörtel vollflächig aufgebracht, bevor sie eingelegt und eingeschoben werden.

3. Dickbettverfahren

Der Verlegemörtel besteht aus Zement') und gewaschenem Sand im Mischungsverhältnis 1-.4 nach Raumteilen. Der Verlegemörtel ist in plastischer Konsistenz einzubringen-, er sollte nicht dicker als 2 cm aufgetragen werden. Notwendig werdender Höhenausgleich ist aus dem gleichen Mörtel, jedoch in erdfeuchter Konsistenz herzustellen.


Hinweise für das Verlegen von Mosaiken

HINWEISE ZUR VERLEGUNG VON MOSAIK IM INNENBEREICH - TEILWEISE PROBEFLÄCHEN ANLEGEN. Vor der Verlegung des Mosaiks empfehlen wir, die folgenden Hinweise aufmerksam zu lesen. Die Verlegung muss durch einen erfahrenen und geschulten Verleger erfolgen.

1 - Vorbereitung der Oberfläche - Probefläche anlegen .

Der Untergrund muss absolut glatt, eben, lotrecht, fest, trocken und vollkommen sauber sein. Es ist ratsam, die Oberfläche abzuspachteln, damit der Untergrund völlig eben wird; Für Spachtelungen über 2 mm wird die Verwendung von speziellen Produkten empfohlen. Für eine optimale Verlegung muss die Raumtemperatur zwischen 5° C und 30° C liegen.

2 - Vorbereitung der Verlegung

Vor der Verlegung ist es ratsam, auf der zu verkleidenden Oberfläche Hilfslinien vorzuzeichnen, um so die korrekte Positionierung der Mosaik-Blätter zu erleichtern. Legen Sie die Blätter auf den Boden und nehmen Sie die Abmessung von 3 Blättern, wobei darauf zu achten ist, dass jeweils der Abstand zwischen den Blättern der Fugenbreite der Mosaiksteinchen eines Blattes entspricht; Übertragen Sie die genommenen Maße sowohl senkrecht als auch waagerecht auf die zu verkleidende Oberfläche, und erstellen Sie daraufhin mit Hilfe von Kelle und Wasserwaage ein Raster. Die Fläche ist nun in mehrere Vierecke aufgeteilt, wobei jedes Viereck 9 Mosaikblättern entspricht.

3 - Verlegung

Bitte kontrollieren Sie grundsaetzlich vor der Verlegung die Glasmosaikbögen auf eventuell zerbrochene Steinchen. Dies lässt sich durch eine einfache Sichtkontrolle feststellen. (Unabhaengig von Vorderseitig papiergeklebtem Mosaik oder rueckseitiger Netzverklebung). Tauschen Sie ggf. kaputte Steichen aus. Bei Verlegung des Mosaiks auf zementärem Untergrund (Estrich, Putz, Gipskartonplatten bearbeitet mit dem Primer) verwenden Sie einen weissen Flex-Fliesenkleber. Für eine optimale Verlegung wird empfohlen, sich zu vergewissern, dass die Konsistenz des Klebers nicht zu flüssig ist, um zu verhindern, dass die Mosaikblätter verrutschen. Tragen Sie den Kleber mit dem flachen Rand einer Spachtel gleichmäßig auf die zu verkleidende Oberfläche auf wobei die Fläche jeweils nicht größer als 9 Mosaikblätter sein sollte. Spachteln Sie den Kleber mit der gezahnten Seite der Spachtel (die Zahnung sollte mindestens 3 mm und max 4mm betragen. Wir empfehlen, mit dem Kleber nicht all zu große Bereiche zu bedecken, um so die Bildung eines Filmstreifens auf der für die Verlegung vorbereiteten Oberfläche zu vermeiden. Hinweis zu Silber oder gold mosaik :Bitte dieses Mosaik mit Epoxydharzkleber verlegen. Dadurch wird ein eventuelles späteres Anlaufen des Silberhintergrundes verhindert.

A - Vorderseitig papiergeklebtes Mosaik

Drücken Sie die Mosaikblätter mit der Papierseite nach vorne (zum Verleger hin) an. Achten Sie darauf, die Blätter mit einer stets in dieselbe Richtung gehenden Bewegung anzudrücken. Klopfen Sie die Mosaiksteinchen mit einer Gummispachtel an, um eine perfekte Haftung zu gewährleisten. Der Gebrauch einer Metallspachtel sollte unbedingt vermieden werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, darauf zu achten, dass der Abstand zwischen den Blättern stets der Fugenbreite der Mosaiksteinchen eines Blattes entspricht, so dass alle Fugen gleichmäßig breit sind. Je nach Fabrikat beträgt die Anziehzeit des Klebers zwischen 0,5 und 1 Stunde. (Bitte beachten Sie hierzu die Angaben des Kleberherstellers) Fangen Sie nun an das Trägerpapier auf dem Mosaik anzufeuchten, bis es anfängt sich von alleine vom Mosaik zu lösen. Entfernen Sie nun das Papier, indem Sie es an einer Ecke greifen und langsam diagonal und eng an der Wand entlang abziehen. Eventuelle Korrekturen der Steine lassen sich nun noch durchführen. Die entgültige Durchtrocknung des Klebers beträgt ca. 24Stunden. Nun kann das Mosaik in einer beliebigen Farbe mit einem Fugenspachtel verfugt werden.

B - Rückseitig netzgeklebtes Mosaik

Drücken Sie die Mosaikblätter mit der Vorderseite zum Verleger hin mit Hilfe einer Gummispachtel auf die zu verkleidende Oberfläche. Es ist von entscheidender Bedeutung, sich zu vergewissern, dass der Abstand zwischen den Blättern der Fugenbreite der Mosaiksteinchen eines Blattes entspricht, so dass alle Fugen gleichmäßig breit sind. Lassen Sie den Kleber ca. 24 Stunden trocknen, bevor Sie mit der Verfugung beginnen.

4 - Verfugung

Vor Beginn der Verfugung säubern Sie bitte sorgfältig die Mosaiksteine und entfernen Sie mit einem mit Wasser getränkten Schwamm jegliche Klebstoffreste, die das Papier auf den Steinchen hinterlassen hat (gilt nur für das vorderseitig papiergeklebte Mosaik). Wir empfehlen einen Epoxidharzfugenmörtel für hohe Beanspruchung speziell für Glasmosaik geeignet. Ein Epoxidharzfugenmörtel ist ein leicht zu waschender und zu reinigender Epoxidharz-Fugenmörtel. Die Reinigung des Mosaikbelages erfolgt direkt nach Einbringen des Mörtels mit Wasser und hartem Schwamm. Die Verwendung von warmem Wasser erleichtert die Reinigungsarbeiten. Danach wird das überschüssige Waschwasser mit weichem Schwamm oder Schwammbrett entfernt. Schwamm/Schwammbrett dabei gut auswaschen und ggf. wechseln. Ein bereits leicht angetrockneter Fugenmörtel kann durch den Zusatz von ca. 10% Spiritus zum Waschwasser entfernt werden.

Anwendungsrichtlinien

Die Fugenflanke bzw. der Untergrund muss trocken und frei von haftungsfeindlichen Bestandteilen sein. Die Kleberreste in den Fugen sollten vor der Verlegung gleichmäßig tief ausgekratzt werden. Die Fugen dürfen während der Verfugung nicht nass sein.

5 - Schneiden des Glasmosaiks

Die Mosaiksteinchen können wie folgt geschnitten werden: - einzeln, ein Stein nach dem anderen mit einer Mosaikzange; - das ganze Blatt, mit einem Schneidegerät mit Diamantscheibe mit 10 cm Durchmesser. Zuerst die gewünschten Schneidelinien mit einem Bleistift auf dem Papier (oder bei rückseitig netzgeklebten Blättern direkt auf dem Mosaik) vorzeichnen; Daraufhin mit dem Diamantschneidegerät das Mosaik Schritt für Schritt in mehreren Durchgängen schneiden, um so ein Brechen der Steinchen zu vermeiden.

6 - Pflege

Für die tägliche Pflege empfehlen wir die Verwendung herkömmlicher neutraler Reiniger. Es dürfen keinerlei Wachse, Öle oder Säuren verwendet werden. Für die intensive Reinigung empfehlen wir die Verwendung eines leicht alkalihaltigen Reinigers, der selbstverständlich gemäss den Herstellerangaben verwendet und sofort mehrmals mit reichlich Wasser nachgespült werden muss. HINWEISE ZUR VERLEGUNG DES MOSAIKS IM SCHWIMMBAD PROBEFLÄCHE ANLEGEN UND PRÜFEN. Zusätzlich zu den allgemeinen Hinweisen zur Verlegung von Mosaik beachten Sie bitte bei Verlegung im Schwimmbecken folgende Hinweise:

- Vorbereitung

Vor Beginn der Verlegungsarbeiten wird empfohlen, eine Abdichtungsprobe durchzuführen, wodurch im Fall von Wasserverlust die Notwendigkeit einer Abdichtungsbehandlung und einer statischen Untersuchung der Struktur erkannt wird. Es wird daran erinnert, dass die Produkte zur Spachtelung keine abdichtende Funktion besitzen. Der Ort, an der die Verlegung erfolgt, muss vor Regen und Sonneneinstrahlung geschützt werden. Besonders wichtig ist ausserdem, die frisch verlegte Oberfläche mindestens 20 Tage nach Ende der Verlegungsarbeiten vor stehendem Wasser zu schützen; Die Abdeckung der Oberfläche hat gleichzeitig die Funktion, die Temperatur des darunterliegenden Bereiches von Beginn bis mindestens 10 Tage nach Ende der Verlegungsarbeiten zwischen 5°C und 30°C zu halten.

- Mosaik

Für eine bessere Haftungsgarantie der herkömmlich verwendeten Kleber wird ausdrücklich papiergeklebtes Mosaik empfohlen. Ein rückseitig netzverklebtes Mosaik hat bis zu 50%!! weniger haftung im Kleber als ein vorderseitig papierverklebtes Mosaik.

- Untergrund

Um eine perfekte Haftung des Klebers zu garantieren, müssen alle Reste von Trennmitteln oder ähnlichem mit einer Eisenbürste, einem Schneidegerät oder mit zu 5% in Wasser verdünntem Natrium entfernt und sofort abgespült werden; Betonreste und eventuell herausragende Eisendrähte müssen mit dem Handflexgerät abgeschliffen und danach mit Rostschutzmittel behandelt werden. Es wird empfohlen, nach Möglichkeit alle horizontalen und vertikalen Kanten abzurunden, deren Radius größer/gleich 50 mm bei netzverklebtem und 30 mm bei papierverklebtem Mosaik beträgt. Auf diese Weise kann sich das Mosaik perfekt dem Untergrund anpassen.

- Kleber

Bei Verlegung des Mosaiks im Schwimmbad auf zementärem Untergrund, empfehlen wir den Klebertypen: SOPRO`S No.1 weiss Flexkleber oder MAPPEI Verwenden Sie einen 3,5 bis max. 4 mm Zahnspachtel.

- WICHTIG

Es wird empfohlen, das Schwimmbecken nicht vor Ablauf von mindestens 20 Tagen nach Ende der Verlegungsarbeiten mit Wasser zu füllen.

- Thermalbäder - WICHTIG PROBEFLÄCHEN ANLEGEN

Bei Verlegung des Mosaiks in Thermalbädern raten wir, das Mosaik mit einem Epoxidharzfugenmörtel zu verfugen, da die im Wasser enthaltenen Substanzen besonders aggressiv sein können.

- Pflege und Wartung

Für die intensive Reinigung des mit Mosaik verkleideten Pools empfehlen wir die Verwendung eines leicht alkalihaltigen Reinigers, der selbstverständlich gemäss den Herstellerangaben verwendet und sofort mehrmals mit reichlich Wasser nachgespült werden muss. Wir empfehlen, das Becken im Winter nicht zu entleeren.